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„Weltkulturerbe aus der Perspektive Jugendlicher – Vorstellungen, Bedeutungszuweisungen, Einstellungen und Werthaltungen im Kontext von Kulturbewusstsein und gesellschaftlicher Transformation“

Leitung: Prof. Dr. Christiane Meyer, Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Hannover und Prof. Dr. Joachim Grabowski, Institut für Pädagogische Psychologie, Hannover

 Mitarbeiterinnen: Verena Röll, M.A.                

                  Sandra Bendler, M. A.

Das assoziierte Teilprojekt A wird drei Jahre lang bis Oktober 2019 durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Eine Transformation des Raumes in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung setzt eine Transformation der Gesellschaft in Form eines Bewusstseinswandels voraus. Dieser wiederum erfordert unter anderem eine Reflexion von Wertorientierungen, die Entschei­dungen für verantwortungsbewusstes Handeln unterliegen.

Werte werden kulturell vermittelt. Daher ist für die genannten Transformationen die Bedeutung von Kultur – hier exemplarisch am UNESCO-Weltkulturerbe – bewusst zu machen. Vor dem Hintergrund der Fragestellung, inwieweit die kognitive Auseinandersetzung mit Weltkulturerbe zu Kulturbewusstsein beiträgt, widmet sich dieses Projekt der Frage, wie 15-17-Jährige ausgewählte kulturelle Welterbestätten im Hinblick auf deren universale und regionale Bedeutsamkeit bewerten und welche Bedeutung sie diesen persönlich beimessen.

Um die Studie zu ermöglichen, kooperiert das Institut für Didaktik der Naturwissenschaften mit dem Forschungszentrum TRUST sowie ausgewählten Schulen in Hannover, mit denen die Didaktik der Geographie schon seit Jahren in Verbindung steht. In Kleingruppendiskussionen werden zunächst die Vorstellungen, Bedeutungszuweisungen, Einstellungen und Werthaltungen erhoben, auf Video festgehalten und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. In Ergänzung besuchen die Gruppen selbst gewählte UNESCO-Welterbestätten. Vor Ort werden die Bedeutungszuweisungen, Einstellungen und Werthaltungen der Teilnehmenden mit Hilfe der Methode der Reflexiven Fotografie festgehalten. Mit dem Institut für Pädagogische Psychologie, unter Leitung von Herrn Grabowski, werden Materialien und Fragebögen konzipiert, in Schulklassen eingesetzt und ausgewertet.

Die Auseinandersetzung mit Sichtweisen von SchülerInnen zu kulturellem Erbe liefert zahlreiche Anknüpfungspunkte an die anderen Teilprojekte. In Bezug auf der - dem Verbundprojekt zugrundeliegenden - Vorstellung von kulturellem Erbe als Ressource, ermittelt das Projekt das Potential von Weltkulturerbe als Ressource für die Werte-Bildung.