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Teilprojekt 6

Zur Aneignung und Gestaltung von Cultural-heritage-Formationen in Familienbildungssettings. Eine Studie zu politisch-partizipativen Sensibilisierungen im Kontext inklusiver Bildung

Leitung: Prof. Dr. Steffi Robak, Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung

    Prof. Dr. Claudia Schomaker

Mitarbeiter: Florian Grawan, M. A.

Die Aushandlung und Konstruktion von cultural-heritage-Formationen in Interaktionen findet sowohl in informellen Prozessen statt als auch in den verschiedenen schulischen und außerschulischen Bildungssettings und -angeboten als institutionalisierten Orten. Die Verhandlung von kulturellem Erbe ist in schulischen und außerschulischen Lern- und Bildungsprozessen eng verwoben mit individuellen und kollektiven Zugehörigkeitskonstruktionen. Diese werden, besonders vor dem Hintergrund der Ausdifferenzierung von Migrationsformen, zunehmend prekär. Es ist zu hinterfragen, inwiefern die differenziellen Kontexte und Interaktionsräume von Eltern und Kindern gemeinsame Konstruktionen von Zugehörigkeiten auf der Grundlage von cultural-heritage-Formationen ermöglichen und inwiefern dabei Familienbildungssettings einen Aneignungs- und Konstruktionsraum für die Realisierung und Ermöglichung inklusiver Bildung darstellen.

Im vorliegenden Teilprojekt werden cultural-heritage-Formationen über die Rekonstruktion von Hybriditätswahrnehmungen und Heimatverständnissen sowohl in Bildungsinstitutionen als auch in Familien thematisiert und analysiert. Informelle Lernprozesse und formale bzw. non-formale Bildungsprozesse stehen dabei in einem wechselseitigen Verweisungszusammenhang. Insbesondere in der Familienbildung verbinden sich diese verschiedenen Lernformen, weshalb sie in starkem Maße sozialisatorisches Lernen realisiert. Dazu soll anhand von Familienbildungsseminaren gefragt werden, ob diese Bildungsformate ein Potential für die Realisierung inklusiver Bildung offerieren.

Damit bildet dieses Teilprojekt ein wichtiges Bindeglied zwischen den „Arenen der Aushandlung kulturellen Erbes“ in dem Gesamtprojekt. Die in den sozialen Nahräumen untersuchten Identitätskonstruktionen kulturellen Erbes schlagen sich über alltägliche Kommunikations- und Sozialisationsprozesse der beteiligten Akteure direkt in den inklusionsorientierten, institutionalisierten Angeboten von Bildungseinrichtungen wie der Familienbildung nieder (Teilprojekt 3 und 4). Inwiefern stehen andere Formen des past presencing in direkter Wechselwirkung zu Repräsentationen kulturellen Erbes angesichts der veränderten Anforderungen an organisierte Bildung in einer zunehmend heterogenen und amorphen Gesellschaft (Teilprojekt 1 und 2)?